Nach den öffentlich gewordenen Vorwürfen häuslicher Gewalt zieht Tuningexperte Jean Pierre Kraemer Konsequenzen: Er will sämtliche seiner Unternehmen schließen. Das teilte der 45-Jährige in einem Video auf YouTube mit. „Ich denke, das wird das letzte Video sein, was ich aufnehmen werde. Ich möchte euch mitteilen, dass ich die Firma JP Performance nicht weiterführen werde“, erklärte er teils unter Tränen. Zugleich bat er um Verzeihung – vor allem seine Ehefrau Julia. „Vor allen Dingen bei dir, Julia. Was ich dir angetan habe und wie ich dich verletzt habe“, sagte er an sie gerichtet.
In der vergangenen Woche hatte Kraemer eingeräumt, seine Frau mit der „flachen Hand“ geschlagen zu haben – noch bevor zwei Zeitungen die Vorwürfe öffentlich machen konnten. Kurz darauf brachte ein Überwachungsvideo ihn weiter in Bedrängnis: Es zeigt, wie er sie am Hals und an den Haaren packt und schubst.
Im neuen Video sagte Kraemer, er sei traurig, „weil diese Reise vorbei ist und diese Geschichte vorbei ist“. Er bedankte sich bei seinen Mitarbeitern, betonte aber, sich nicht als Opfer darstellen zu wollen. „Ich kann nicht mehr.“ Zur Zukunft seiner Firmen sagte er, er müsse klären, was mit bestellten Waren und den Firmengebäuden passiere – dabei brach er erneut in Tränen aus, versicherte aber: „Ich kriege das hin.“
Er deutete zudem an, möglicherweise weitere Menschen verletzt zu haben: „Ich denke, da kommen noch genug Dinge, wo ich Menschen was angetan habe oder wo ich sie verletzt habe. Und das tut mir leid. Ich habe es einfach teilweise nicht besser gewusst.“
Laut Handelsregister besitzt Kraemer ein Firmengeflecht aus mindestens 14 Unternehmen – vom Verkauf von Kleidung, Felgen und Autopflegeprodukten über ein Automuseum bis zu einem Diner-Restaurant. Der Umsatz der JP Holding GmbH lag laut Schätzungen von North Data 2024 bei rund 110 Millionen Euro.

