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HETZNER STÄRKT DDOS-SCHUTZ MIT KI-GESTÜTZTER NETZWERKSICHERHEIT VON NOKIA

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Hetzner stärkt seinen DDoS-Schutz europaweit mit Nokia Deepfield Defender.
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Hetzner erweitert DDoS-Schutz mit Nokia Deepfield Defender

Gunzenhausen, 16. März 2026 – Der deutsche Cloud-Provider und Rechenzentrumsbetreiber Hetzner stärkt seine Netzwerksicherheit mit dem Nokia Deepfield Defender. Nach umfangreichen Tests wird die Lösung nun in der gesamten europäischen Rechenzentrumsinfrastruktur implementiert. Die KI-gestützte Plattform erkennt und neutralisiert DDoS-Angriffe in Echtzeit – direkt am Netzwerkrand, bevor schädlicher Datenverkehr die Systeme der Kunden erreicht.

Präzise Erkennung durch globale Bedrohungsanalyse

Nokia Deepfield Defender nutzt das IETF-Standardformat IPFIX IE315 für Traffic-Samples und ermöglicht so eine besonders schnelle Angriffserkennung. Die Plattform verknüpft Netzwerktelemetrie mit dem Deepfield Secure Genome Threat Intelligence Feed, der Informationen zu über fünf Milliarden IP-Adressen weltweit enthält. Dadurch kann Hetzner ein deutlich breiteres Angriffsspektrum erkennen als mit klassischen, schwellwertbasierten Ansätzen – und das bei höherer Detailtiefe.

Mehrschichtige Abwehr ohne Auswirkungen auf Kundenverkehr

Die DDoS-Abwehr erfolgt direkt an der Edge-Infrastruktur auf den Juniper-Routern von Hetzner. So wird der Großteil des Angriffsverkehrs gefiltert, bevor er in das interne Netzwerk gelangt. Komplexe Attacken auf Anwendungsebene werden zusätzlich an das Nokia 7750 Defender Mitigation System weitergeleitet, das den Datenstrom präzise bereinigt. Dadurch bleibt legitimer Kundenverkehr jederzeit ungestört – ein zentraler Bestandteil des Hetzner-Serviceversprechens.

„Für uns war entscheidend, eine Lösung zu finden, die Angriffe zuverlässig erkennt und früh im Netzwerk stoppt, ohne legitimen Traffic zu beeinträchtigen“, erklärt Martin Fritzsche, Head of Network bei Hetzner. „Mit Nokia Deepfield Defender können wir DDoS-Angriffe automatisiert abwehren und behalten gleichzeitig die volle Kontrolle über den Datenverkehr.“

Automatisierte Abwehr und flexible Integration

Der Deepfield Defender arbeitet vollständig mit Zero-Touch-Automatisierung. Das heißt, es sind keine manuellen Schwellenwerte oder Baselines erforderlich. Stattdessen passen sich Machine-Learning-Modelle kontinuierlich an aktuelle Netzwerksituationen und neue Bedrohungen an. Zudem unterstützt die Lösung Router verschiedener Hersteller über Standardprotokolle wie BGP Flowspec und NetConf – ein Plus an Zukunftssicherheit für wachsende Netzwerke.

„Cyberangriffe werden immer raffinierter – die Abwehrwerkzeuge müssen Schritt halten“, sagt Matthieu Bourguignon, Vice President Network Infrastructure Europe bei Nokia. „Deepfield Defender kombiniert KI-Analyse, Telemetriedaten und globale Bedrohungsinformationen, sodass Hetzner Angriffe autonom am Netzwerkrand stoppen kann.“

Datenschutz und Compliance im Fokus

Die Integration basiert auf der bestehenden Technologiepartnerschaft zwischen Hetzner und Nokia. Da die DDoS-Abwehr vollständig in der eigenen Infrastruktur stattfindet, bleibt Hetzner datenhoheitlich unabhängig und erfüllt weiterhin europäische Datenschutzvorgaben gemäß ISO-27001-Zertifizierung. Damit setzt das Unternehmen auch im Bereich Sicherheit auf volle „Compliance by Design“.

Sicherheit als Fundament für KI-Infrastruktur

Mit dem zunehmenden Bedarf an GPU-Servern, HPC-Clustern und Cloud-Ressourcen für KI-Anwendungen wächst die Bedeutung einer stabilen Netzwerksicherheit. Der Einsatz von Nokia Deepfield Defender stärkt Hetzners KI-Infrastruktur europaweit und unterstreicht das gemeinsame Engagement beider Unternehmen für eine sichere digitale Zukunft.


Über Hetzner:
Hetzner ist ein inhabergeführtes deutsches Technologieunternehmen mit Sitz in Gunzenhausen, Bayern. Als einer der größten europäischen Rechenzentrumsbetreiber und Cloud-Provider betreibt Hetzner leistungsstarke Rechenzentren in Deutschland, Finnland und den USA. Seit der Gründung 1997 bietet das Unternehmen ein breites Portfolio an Cloud-, Server- und Colocation-Lösungen und erfüllt höchste europäische Datenschutzstandards (ISO 27001). Mit über 2.000 Mitarbeitern und mehr als 12 Millionen verwalteten Servern gehört Hetzner zu den führenden Hosting-Plattformen weltweit.
Weitere Informationen: www.hetzner.com

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